{"id":339,"date":"2018-03-29T12:09:29","date_gmt":"2018-03-29T12:09:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp\/?p=339"},"modified":"2018-03-29T12:13:57","modified_gmt":"2018-03-29T12:13:57","slug":"warum-nicht-naturwissenschaftlerin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.geology.unibe.ch\/index.php\/2018\/03\/29\/warum-nicht-naturwissenschaftlerin\/","title":{"rendered":"Warum nicht Naturwissenschaftlerin?"},"content":{"rendered":"<h1>Warum nicht Naturwissenschaftlerin?<\/h1>\n<p><strong>Wie spannend und interessant die Naturwissenschaften auch f\u00fcr Frauen sein k\u00f6nnen, zeigten am Schnuppertag f\u00fcr Mittelsch\u00fclerinnen unz\u00e4hlige Forschende aus den F\u00e4chern Chemie, Geologie, Informatik, Mathematik und Physik.<\/strong><\/p>\n<p>Der Dekan der naturwissenschaftlichen Fakult\u00e4t, Prof. Gilberto Colangelo, begr\u00fcsste die zahlreichen Mittelsch\u00fclerinnen mit einer pers\u00f6nlichen Geschichte: Seinem Grossvater war es bereits in den Zwanzigerjahren ein wichtiges Anliegen, dass Frauen und M\u00e4nner die gleichen Chancen erhalten sollten. So studierten vier der f\u00fcnf T\u00f6chter naturwissenschaftliche F\u00e4cher. Die Mutter von Gilberto Colangelo wurde Ingenieurin und arbeitete in ihrem Beruf, w\u00e4hrend sie ihre vier Kinder aufzog.&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_340\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-340\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_GilbertoColangelo_1000.jpg\" alt=\"Begr\u00fcssung Schnuppertag\" width=\"1000\" height=\"480\" class=\"wp-image-340 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_GilbertoColangelo_1000.jpg 1000w, https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_GilbertoColangelo_1000-300x144.jpg 300w, https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_GilbertoColangelo_1000-768x369.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><p id=\"caption-attachment-340\" class=\"wp-caption-text\">Dekan Prof. Gilberto Colangelo begr\u00fcsst die 90 Sch\u00fclerinnen im Foyer der Exakten Wissenschaften. (c) Sylviane Blum, CSH, unibe<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Forschung ist wie ein Krimi<\/h2>\n<p>Nach der Begr\u00fcssung begaben sich die Sch\u00fclerinnen in die Fachbereiche. In der Geologie befragte J\u00f6rg Hermann, Professor f\u00fcr Petrologie, wie ein Kriminalinspektor eine Sch\u00fclerin zu deren Vortag: Wo sie gewesen sei, wie warm es gewesen sei und wer mit dabei gewesen sei. \u00c4hnlich mache er es mit den Steinen, die er quasi auch befrage: Wie heiss war es f\u00fcr sie im Erdinneren? Woraus bestehen sie genau? Fragen seien das wichtigste Element in der Wissenschaft, nur die ewige Neugierde bringe Forschende weiter.<\/p>\n<p>J\u00f6rg Hermann erkl\u00e4rte den Sch\u00fclerinnen mit einer Analogie zum Rosettastein, welche \u00dcbersetzungstools es braucht um die n\u00f6tigen Informationen aus den Steinen herauszulesen. Geologen nutzen Feldbeobachtungen, analytische Ger\u00e4te, Experimente und Modellierungen.<\/p>\n<div id=\"attachment_344\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-344\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_KrimiGeologie_1000.jpg\" alt=\"Rosettastein\" width=\"1000\" height=\"600\" class=\"wp-image-344 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_KrimiGeologie_1000.jpg 1000w, https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_KrimiGeologie_1000-300x180.jpg 300w, https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_KrimiGeologie_1000-768x461.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><p id=\"caption-attachment-344\" class=\"wp-caption-text\">Der Rosetta Stein half Wissenschaftlern unlesbare Hieroglyphen ins Griechische zu \u00fcbersetzen und so zu entschl\u00fcsseln. \u00c4hnlich suchen Geologen mit kriminalistischen Methoden nach Informationen, um Steinen ihre Entstehungsgeschichte zu entlocken.<\/p><\/div>\n<p>Anschliessend stellte er die Vielfalt der Geologie anhand der Forschungsgruppen vor. Geologen forschen alles: von&nbsp; Prozessen entlang von Plattengrenzen bis hin zum atomaren Aufbau von Mineralen. Sie tragen vieles zur Klimaforschung bei oder suchen nach sekund\u00e4ren Rohstoffen bei der Kehrichtverbrennung.<\/p>\n<p>An Hand des Studienplans erfuhren die Sch\u00fclerinnen, welche Module die Studierenden in die vorgestellten Thematiken einf\u00fchren und dass gerade f\u00fcr Vorlesungen wie Geochemie oder Geophysik eine gute Basis in Mathematik, Physik und Chemie n\u00f6tig sind.<\/p>\n<p>Mit den Stundenpl\u00e4nen des 1. und 3. Semesters gaben die Studierenden einen Einblick in den Studienalltag. Insbesondere betonten sie, dass die prop\u00e4deutischen Grundlagenf\u00e4cher machbar sind, wenn man sich entsprechend mit den \u00dcbungen und in Lerngruppen gut vorbereitet. F\u00fcr ein naturwissenschaftliches Studium kann eine vorige Vertiefung in Physik und Anwendungen der Mathematik (PAM) zwar n\u00fctzlich sein, Voraussetzung ist es jedoch nicht. Denn das Ziel der prop\u00e4deutischen F\u00e4cher ist es, alle auf den gleichen Wissensstand zu bringen. Arbeiten in kleinem Umfang neben dem Studium sei m\u00f6glich, so lange die Arbeitszeiten flexibel handhabbar sind.<\/p>\n<p>Zum Schluss wiesen die Studierenden auf das attraktivste am Geologiestudium hin: Auf Exkursionen k\u00f6nnen sie ihr Wissen in der Natur anwenden und Beobachtungen in kleinen Gruppen mit Assistierenden diskutieren.<\/p>\n<div id=\"attachment_345\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-345\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Gletscherkurs_DSC_3405_1000.jpg\" alt=\"Gletscherkurs in Zermatt\" width=\"1000\" height=\"600\" class=\"wp-image-345 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Gletscherkurs_DSC_3405_1000.jpg 1000w, https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Gletscherkurs_DSC_3405_1000-300x180.jpg 300w, https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Gletscherkurs_DSC_3405_1000-768x461.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><p id=\"caption-attachment-345\" class=\"wp-caption-text\">Studierende lernen auf dem Gletscherkurs bei Zermatt ihr Wissen anwenden.<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Einblicke in die Forschung<\/h2>\n<p>Nach der Einf\u00fchrung ins Studium stellten Masterstudierende oder Doktoranden ihre pers\u00f6nliche Forschungsarbeit vor, wie ,\u00abSpurensuche im Grundwasser: Charakteristiken in unserem Wasser\u00bb, \u00abSchlacke aus der Kehrichtverbrennung &#8211; Es gl\u00e4nzt nicht alles was Gold ist\u00bb,&nbsp;\u00abVon der Erdkundungstour von Bergfl\u00fcssen mit Drohnen bis zum 3D Modell\u00bb oder \u00abDer Rutschung bei der Moosfluh auf der Spur\u00bb.<\/p>\n<div id=\"attachment_351\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-351\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_Labor_1000.jpg\" alt=\"Geologielabor\" width=\"1000\" height=\"600\" class=\"wp-image-351 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_Labor_1000.jpg 1000w, https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_Labor_1000-300x180.jpg 300w, https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_Labor_1000-768x461.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><p id=\"caption-attachment-351\" class=\"wp-caption-text\">\u00abSpurensuche im Grundwasser: Charakteristiken in unserem Wasser\u00bb: Die Masterstudentin Sandy Tang zeigt den Sch\u00fclerinnen in der Laborf\u00fchrung, wo sie Analysen ihrer Proben macht um mehr \u00fcber deren genaue Zusammensetzung herauszufinden. Aufgrund der Analysen kann sie R\u00fcckschl\u00fcsse ziehen, aus welchen geologischen Schichten im Untergrund das Wasser kommt.<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_352\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-352\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_Labor_Recycling_1000.jpg\" alt=\"Recycling aus Schlacken\" width=\"1000\" height=\"600\" class=\"wp-image-352 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_Labor_Recycling_1000.jpg 1000w, https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_Labor_Recycling_1000-300x180.jpg 300w, https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_Labor_Recycling_1000-768x461.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><p id=\"caption-attachment-352\" class=\"wp-caption-text\">\u201eSchlacke aus der Kehrichtverbrennung: Es gl\u00e4nzt nicht alles was Gold ist\u201c: Der Doktorand Andreas Glauser zeigt den Sch\u00fclerinnen, welche Versuche er im Labor durchf\u00fchrt, um der genauen Zusammensetzung der Schlacken auf den Grund zu gehen. Schlussendlich m\u00f6chte er in seiner Forschungsarbeit herausfinden, ob nebst Metallen noch weitere Anteile der Schlacken als Sekund\u00e4rrohstoffe verwendet werden k\u00f6nnen.<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_353\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-353\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_Flusslauf_1000.jpg\" alt=\"Analyse Flusslauf\" width=\"1000\" height=\"600\" class=\"wp-image-353 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_Flusslauf_1000.jpg 1000w, https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_Flusslauf_1000-300x180.jpg 300w, https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_Flusslauf_1000-768x461.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><p id=\"caption-attachment-353\" class=\"wp-caption-text\">\u00abVon der Erdkundungstour von Bergfl\u00fcssen mit Drohnen bis zum 3D Modell\u00bb: Die Masterstudentin Salome Schl\u00e4fli f\u00fchrte die Sch\u00fclerinnen in ihre Forschungsarbeit an der Sp\u00f6l im Nationalpark im Graub\u00fcnden ein. Am Computer konnten die Sch\u00fclerinnen Luftaufnahmen aus verschiedenen Jahrzehnten miteinander vergleichen und so die Entwicklung eines Flusslaufs sowie den seitlichen Schuttf\u00e4chern verfolgen.<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_354\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-354\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_Rutschung_1000.jpg\" alt=\"Analyse Rutschung\" width=\"1000\" height=\"600\" class=\"size-full wp-image-354\" srcset=\"https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_Rutschung_1000.jpg 1000w, https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_Rutschung_1000-300x180.jpg 300w, https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_Rutschung_1000-768x461.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><p id=\"caption-attachment-354\" class=\"wp-caption-text\">\u00abDer Rutschung bei der Moosfluh auf der Spur\u00bb: Die Masterstudentin Sibylla Hardmeier zeigt den Sch\u00fclerinnen, wie sie auf Orthophotos nach auff\u00e4lligen Linien im Gel\u00e4nde sucht, die Hinweise auf Rutschungen geben k\u00f6nnen. Die Beobachtungen auf der \u00dcbersichtskarte vor der Zunge des Aletschgletschers zeigen, dass einerseits der R\u00fcckzug des Gletschers Einfluss auf die Entstehung der Rutschungen hat. Andererseits spielen jedoch bereits existierende Strukturen in den Gesteinen eine Rolle.<\/p><\/div>\n<p>Zum Abschluss hatten die Sch\u00fclerinnen die Gelegenheit mit den Studierenden und Doktorierenden \u00fcber deren pers\u00f6nliche Erfahrungen zu sprechen: Wie sie zum Studium kamen, was ihnen besonders gef\u00e4llt und wie ihr Studienalltag aussieht.<\/p>\n<div id=\"attachment_346\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-346\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_Diskussionen_1000.jpg\" alt=\"Schnuppertag\" width=\"1000\" height=\"600\" class=\"wp-image-346 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_Diskussionen_1000.jpg 1000w, https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_Diskussionen_1000-300x180.jpg 300w, https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_Diskussionen_1000-768x461.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><p id=\"caption-attachment-346\" class=\"wp-caption-text\">Die Masterstudentin Mirjam Wolfers erz\u00e4hlt von ihren pers\u00f6nlichen Erfahrungen im Studium.<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Wertvolle Inputs von berufst\u00e4tigen Frauen<\/h2>\n<p>Am Mittag stellten sich Berufsfrauen aus den Naturwissenschaften vor. Die Informatikerin Muriel Helmers berichtete, dass es nicht n\u00f6tig sei schon vor dem Studium ein Informatikcrack zu sein. Ihr habe das Studium viel Freude bereitet, insbesondere die Arbeit in einem Team, das eine Animation f\u00fcr das historische Museum erstellte. Auch ihre Masterarbeit \u00fcber Handschrifterkennung sei ein spannendes Projekt gewesen.<\/p>\n<p>Nach dem Studium arbeitete sie an den unterschiedlichsten Orten (Post, UNO Genf und Kathmandu, Clinical Trials Unit beim Inselspital Bern). Sie habe nie das Gef\u00fchl gehabt, als Frau benachteiligt zu werden. Im Gegenteil: auf Jobsuche sei sie eher bevorzugt worden, da es in der Informatik nur wenige Frauen gibt. Ein spannender Moment war, als es um den Wechsel in eine F\u00fchrungsposition ging: \u00abUrspr\u00fcnglich wollte ich kein Team \u00fcbernehmen, da ich nur Teilzeit arbeite. Mein Chef ermunterte mich jedoch, es trotzdem zu versuchen. Mittlerweile f\u00fchre ich ein Team von 10 Mitarbeitenden.\u00bb Ihr Fazit ist, dass es Informatikerinnen in allen Lebensbereichen brauche. Es sei nicht n\u00f6tig, sich auf etwas bestimmtes festzulegen.<\/p>\n<div id=\"attachment_347\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-347\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_PodiumBerufsfrauen_1000.jpg\" alt=\"Podium Berufsfrauen\" width=\"1000\" height=\"400\" class=\"wp-image-347 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_PodiumBerufsfrauen_1000.jpg 1000w, https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_PodiumBerufsfrauen_1000-300x120.jpg 300w, https:\/\/www.geology.unibe.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Schnuppertag_PodiumBerufsfrauen_1000-768x307.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><p id=\"caption-attachment-347\" class=\"wp-caption-text\">Das Podium der Berufsfrauen ist jeweils ein Highlight des Tages: Denn sie geben den Sch\u00fclerinnen Einblicke, wie der Berufsalltag nach dem Studium aussehen kann.<\/p><\/div>\n<p>Die Geologin Luca Abb\u00fchl blickt auf ein spannendes Studium zur\u00fcck mit vielen Erlebnissen, wie beispielsweise einem Aufenthalt auf einem Forschungsschiff in Gr\u00f6nland. Erste Berufserfahrungen sammelte sie bei der Baubegleitung auf der AlpTransit Baustelle in Sedrun, wo sie zust\u00e4ndig war f\u00fcr das Einhalten der Vorschriften auf den Deponien des Tunnelaushubmaterials.<\/p>\n<p>An ihrem Beruf sch\u00e4tzt sie den Mix aus B\u00fcroarbeiten und draussen in der Natur zu sein. Sie liebt es L\u00f6sungen zu suchen und Verantwortung zu \u00fcbernehmen. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei kein Problem: \u00abIn der Geologie ist es gut m\u00f6glich, als Mutter das Pensum auf 50% zu reduzieren. Wobei es vorteilhaft ist vorher 80-100% gearbeitet zu haben, um Erfahrung zu gewinnen.\u00bb In der Geologie sind 80% Anstellungen durchaus \u00fcblich. Sie riet den Sch\u00fclerinnen, sie sich Anfang Studium noch wenig Gedanken zu machen, wohin es nach dem Studium gehen k\u00f6nnte. Es gibt viele Berufsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Die Physikerin Sumita Pommerol-Chakraborty arbeitet bei Thales Alenia Space in Z\u00fcrich, wo sie Komponenten f\u00fcr Satelliten baut und testet, unter anderem auch Teleskope, die einmal zum Mars fliegen sollen. Sie sch\u00e4tzt die abwechslungsreiche T\u00e4tigkeit, die zu je 50% aus B\u00fcro und Laborarbeit besteht, sowie die flexiblen Arbeitszeiten. Besonders froh war sie \u00fcber den viermonatigen Schwangerschaftsurlaub und dass sie die M\u00f6glichkeit habe unbezahlten Urlaub zu nehmen. Ihr Tipp an die Sch\u00fclerinnen \u00ab<span>Haltet durch beim Grundlagenfach Mathematik und lasst euch in eurer Studienwahl nicht verunsichern.<\/span>\u00bb<\/p>\n<p>Am Ende der Veranstaltung meldeten die Sch\u00fclerinnen zur\u00fcck, dass sie insbesondere die Gespr\u00e4che \u00fcber pers\u00f6nliche Erfahrungen mit den Studierenden hilfreich fanden. Aber auch der Einblick in den Berufsalltag der Naturwissenschaftlerinnen sei sehr informativ und motivierend gewesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Schnuppertag Naturwissenschaften f\u00fcr Mittelsch\u00fclerinnen<\/h1>\n<p>Am 22. M\u00e4rz besuchten rund 90 Mittelsch\u00fclerinnen aus der Deutschschweiz die naturwissenschaftliche Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Bern. Sie kamen um zu erfahren, wie ein naturwissenschaftliches Studium an der Uni Bern aussieht. Insbesondere stand auch die Situation von Frauen in den Naturwissenschaften im Vordergrund. Zwar stieg die Zahl der Studentinnen und Doktorandinnen in den F\u00e4chern Chemie, Geologie, Informatik, Mathematik und Physik in den letzten Jahren auf 30-40% an. Der Sprung in die weitere wissenschaftliche Karriere bleibt jedoch noch aus. Ziel des Schnuppertags ist es mit g\u00e4ngigen Klischees aufzur\u00e4umen und den jungen Frauen Mut zu machen, sich f\u00fcr ein naturwissenschaftliches Fach zu entscheiden.<\/p>\n<p>Weitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.schnuppertag.unibe.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.schnuppertag.unibe.ch<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum nicht Naturwissenschaftlerin? Wie spannend und interessant die Naturwissenschaften auch f\u00fcr Frauen sein k\u00f6nnen, zeigten am Schnuppertag f\u00fcr Mittelsch\u00fclerinnen unz\u00e4hlige Forschende aus den F\u00e4chern Chemie, Geologie, Informatik, Mathematik und Physik. 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